Spurensuche

Zollhaus

Der Schaumburger Wald bildete die Nordwestgrenze der Grafschaft Schaumburg. Der südlichste Teil des Grenzwaldes ist die Sandfurt, dann folgen gegen Norden die Gutsbezirke Baum, Landwehr und Spießingshol. Sie markieren die Grenze zum Bistum Minden. Das spätere Forstgehöft Baum war im 17. Jahrhundert ein Zollhaus, 1738 ein Jagd- und Zollhaus. Es lag an der Gabelung der Straßen Stadthagen – Deinsen und Meerbeck – Gallhof – Cammer – Minden. Die Lenkung des Verkehrs bewirkten sog. Knicks und die Landwehr, die die Straße Rusbend – Quetzen kreuzt. Rechtes Bild: Wiersen war ein adliges von Hammersteinsches Dorf. Es bildete eine Gemeinde mit der sich im Besitz dieser Familie befindenden Wierser Landwehr – ein Lander, d.h. Landwehr und Krug –, Sundern und Schoholtensen. Dort, wo die Landwehr die nach Altenhagen führende Straße kreuzt, stand schon 1795 eine Gastwirtschaft, ein sog. Lander. Das Gebäude wurde 1723 erbaut. Strittig blieb die Grenzziehung zwischen Calenberg und Hessen-Kassel zwischen dem Amt Lauenau und der Vogtei Hattendorf – sie kam im 19. Jahrhundert zum Amt Obernkirchen. Erst der am 23 Dezember 1831 zwischen dem Königreich Hannover und dem Kurfürstentum Hessen-Kassel geschlossene Vertrag legte die Grenze beider Territorien fest.

Quelle: Themenposter Schaumburger Verteidigung


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